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Kreishandwerkerschaft

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Die Zukunft im Gepäck: Wenn Fleiß zu echtem Können wird

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Fotos: Franziska Spindler
30.09.2026
Es ist geschafft: Nach Jahren des Lernens, des Schweißes und des stetigen Feilens an den eigenen Fähigkeiten haben rund 220 junge Frauen und Männer im Kulmbacher Land einen wichtigen Meilenstein erreicht.


In der vollbesetzten Dr.-Stammberger-Halle wurden die Auszubildenden aus den Regionen Kulmbach, Bayreuth, Coburg und Lichtenfels offiziell in den Gesellenstand erhoben. Ein festlicher Abend, der eindrucksvoll zeigte: Das Handwerk in der Region ist lebendig, modern und unverzichtbar wie eh und je.

Mit der traditionellen Freisprechung endete für den Handwerksnachwuchs ein prägender Lebensabschnitt. 
 
Wie viel Energie und Tatkraft in diesem neuen Jahrgang steckt, wurde bereits bei den Eröffnungsworten von Hans Schwender deutlich. Der stellvertretende Kreishandwerksmeister aus Thurnau sparte nicht mit Anerkennung und bezeichnete die Absolventinnen und Absolventen treffend als „die geballte Kraft des Handwerks“. In einer Gesellschaft, die sich ständig verändert, stehe das Handwerk wie ein Fels in der Brandung. Es biete jungen Menschen nicht nur sichere berufliche Perspektiven, sondern auch die Möglichkeit, mit den eigenen Händen etwas zu schaffen und Verantwortung zu übernehmen.
 
Anschließend sprach Kreishandwerksmeister Karl-Michael Hopf aus Bayreuth die traditionelle Freisprechungsformel. Mit dem offiziellen Akt wurden die jungen Handwerkerinnen und Handwerker von ihren Pflichten als Lehrlinge freigesprochen und in den Kreis der Gesellinnen und Gesellen aufgenommen. Dafür gab es aus dem Publikum tosenden Applaus. Zahlreiche Gäste darunter Familienangehörige, Freunde sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Handwerk waren gekommen, um diesen besonderen Moment mitzuerleben und gemeinsam zu feiern.
 
Auch Matthias Graßmann, Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken, richtete in einer lockeren Gesprächsrunde auf der Bühne persönliche Worte an den Nachwuchs. Seine Botschaft war glasklar und zugleich voller Stolz: „Wir im Handwerk haben schon immer Krise gekonnt.“ Wer ein Handwerk von der Pike auf gelernt habe, besitze nicht nur wertvolles Fachwissen, sondern auch ein krisensicheres Fundament, auf dem sich ein ganzes Berufsleben aufbauen lasse.

Sternstunden für den Nachwuchs: Auszeichnung der Besten

Ein besonderer Höhepunkt der Feier war die Ehrung der Prüfungsbesten. Für ihre herausragenden Leistungen wurden mehrere Junggesellinnen und Junggesellen gesondert auf die Bühne gebeten und mit Anerkennungsurkunden sowie Präsenten ausgezeichnet. Ihre hervorragenden Prüfungsergebnisse sind nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch ein Beleg für die hohe Qualität der Ausbildung in den regionalen Handwerksbetrieben.

Besonders ausgezeichnet wurden vier Prüfungsbeste, die jeweils einen hervorragenden Notendurchschnitt erreicht haben:
 

Nikolas Münch, Weidenberg, Schreiner/in
Ausbildungsbetrieb: Schreinerei Heidenreich GmbH, Gesees
 
Anna Hänning, Bayreuth, Zimmerer/in
Ausbildungsbetrieb: Martina Fischer, Hollfeld
 
Michael Ring, Weiding, Spengler/in
Ausbildungsbetrieb: Reinhard Mauerer GmbH, Waldmünchen
 
Paula Michaelsen, Bayreuth, Schreiner/in
Ausbildungsbetrieb: Schreinerei Stahlmann GmbH, Bayreuth


Ein weiterer besonderer Moment galt der Kammersiegern.
 

Felix Scharpf, Seßlach, Brauer und Mälzer, Julian Wewel, Neustadt b. Coburg, Elektroniker, Thi Thu Ha Luu, Hof, Fachverkäuferin im LMH, David Vogel, Stammbach, Fleischer, Luis Hohenreuther, Neudrossenfeld, Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker, Maya Raab, Bamberg, Konditorin, Hans Eckardt, Schwarzenbach a.d. Saale, Land- und Baumaschinenmechatroniker, Maximilian Berger, Neuenmarkt, Mechatroniker für Kältetechnik, Philipp Schuster, Forchheim, Zimmerer.
 

Auch die besten Gesellinnen erhielten eine besondere Ehrung. Ihre Leistungen wurden im Rahmen der Feier ausdrücklich hervorgehoben und mit viel Applaus gewürdigt. Sie stehen stellvertretend für viele junge Frauen, die sich mit Leidenschaft und Fachkompetenz für einen handwerklichen Beruf entschieden haben und damit wichtige Impulse für die Zukunft des Handwerks setzen.

Musikalisch begleitet wurde die Feier von der Band „Heaven“, die für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgte.

Nach dem offiziellen Teil klang die Freisprechungsfeier bei Begegnungen und Gesprächen im Foyer der Stadthalle aus. Für die frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen begann damit zugleich ein neuer Abschnitt: Mit dem Gesellenbrief in der Hand stehen ihnen zahlreiche Wege offen – vom Einstieg ins Berufsleben über Weiterbildungen bis hin zur Meisterprüfung und der späteren Selbstständigkeit.

Die Kreishandwerkerschaft Oberfranken Mitte gratuliert allen neuen Gesellinnen und Gesellen herzlich zur bestandenen Prüfung und wünscht für den weiteren Lebens- und Berufsweg alles Gute, viel Erfolg und vor allem weiterhin die Begeisterung und Leidenschaft für das eigene Handwerk.


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